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Willkommen bei Arte classica Schinzel

Ästhetik und Anmut trifft Abstrakt

Prof. Erwin A. Schinzel
Mehr als acht Jahrzehnte widmete sich der 1919 in Jägerndorf/Sudetenland geborene Bildhauer Erwin A. Schinzel der Kunst. Bereits im Kindesalter zeigte sich seine schöpferische Begabung und schon in frühester Jugend zeichnete er begeistert und kopierte Anatomiestudien aus Büchern. Nach einer Ausbildung zum Lithograph und Graphiker studierte er an der Akademie für Bildende Künste in Berlin. Studienreisen führten ihn nach Italien, Griechenland und Kreta, wo ihn die antiken Beispiele der Bildhauerkunst faszinierten. Ab 1946 arbeitete er als freischaffender Künstler, zunächst in Augsburg und ab 1991 in Waldbronn, wo er bis ins hohe Alter künstlerisch tätig war. Sein Schaffen wurde mit verschiedenen Auszeichnungen gewürdigt, darunter die Goldmedaille “Recherche de la Qualité” des Ordre de Saint Fortunat und eine Professur an der Internationalen Akademie für Bildende und Schöne Künste zu Altenburg/Südtirol.
Im Laufe seines langen Lebens hat er hunderte Skulpturen in Ton modelliert, die gebrannt als Grundmodell dienen für den Bronzeguss in limitierter Auflage im Wachsausschmelzverfahren nach dem Prinzip der verlorenen Form. Sein Hauptmotiv war hierbei der Mensch, besonders der junge weibliche Körper in seiner Ästhetik und Anmut dargestellt, aber auch Portraits, männliche Sportler, Tiere und sakrale Skulpturen. Außerdem hinterließ er viele Aktzeichnungen und Skizzen sowie Gobelins, die er nach eigenen Entwürfen anfertigte.
Prof. Erwin A. Schinzel: "Der Mensch, der mit schöpferischer Begabung das Erlebnis seiner Umwelt uns wieder schenkt, damit sich die Menschen beglückt darin wiederfinden, kann nur und muss mit den Augen der Seele sehen, um mit seinen Händen eine Sprache zu sprechen, die zeitlos ist und keine Grenzen kennt" und “Die schönste Aufgabe eines Kunstwerks ist es, den Augen und der Seele ein Fest zu bereiten”.
Seit dem Tod des Bildhauers Prof. Erwin A. Schinzel im Alter von 99 Jahren vor 5 Jahren verwalten die nächsten Generationen – sein Sohn Friedrich Hans-Hugo und seine 3 Enkel den künstlerischen Nachlass unter Arte-classica. In den Räumen der ehemaligen Musikschule in Waldbronn-Reichenbach wurde sein umfangreiches Lebenswerk eindrucksvoll präsentiert. Nachdem der Mietvertrag für die Kunsträume seitens der Gemeinde nicht verlängert wurde, haben wir im kleinen privaten Rahmen die Möglichkeit geschaffen, einige Werke zu präsentieren.
Friedrich Hans-Hugo Schinzel
Geboren 1954 in Augsburg machte er eine Ausbildung im drucktechnischen Bereich und arbeitete als Grafiker. Hans-Hugo kommt aus einer Künstlerfamilie - der Vater war Bildhauer und arbeitete ein langes Leben lang streng realistisch. Nach dem Umzug des Vaters von Augsburg nach Waldbronn konnte Hans-Hugo ihn vermehrt unterstützen und während einer 1-jährigen Hospitation entstanden auch 2 eigene Skulpturen. Den komplizierten Entstehungsprozess vom Modellieren des Originals über die vielen Arbeitsschritte in der Gießerei bis zum fertigen Bronzeguss konnte er so begleiten und in einem Film festhalten.
Seinen eigenen Stil konnte er allerdings im Schatten seines Vaters nicht finden. Erst nach dessen Tod widmete er sich der Malerei und wagte sich daran, mit verschiedenen Farben und Techniken zu experimentieren und abstrakt zu arbeiten - bevorzugt in der Rakeltechnik in Acryl.